Innovativer Meisterbetrieb

Kälte-Klima-Wärmepumpen-Lüftung

Dokumentation von Kälte-, Klimaanlagen und Wärmepumpen

Eine Kälteanlage, egal wie diese nun genannt wird (ob Kühlanlage, Wärmepumpe, Klimaanlage, Kaltwassersatz, Raumentfeuchter, Getränkedurchlaufkühler, Kühlschrank, Kühltisch... usw.), ist immer gleich zu dokumentieren und vor (Wieder-)Inbetriebnahme zu prüfen. Auch die Kältemittelfüllmenge spielt hier keine Rolle. Eine Anlage mit 100 g Kältemittel ist genau so zu behandeln wie eine mit über 50.000 kg Kältemittel, jedenfalls was die Dokumentation betrifft!

Die Prüfung von Kälteanlagen regelt u.a die DIN EN 378-2 (2008-06). Hiernach ist Folgendes zu prüfen:

•Druckfestigkeitsprüfung, ggf. ergänzende zerstörungsfreie Prüfungen

•Dichtheitsprüfung, Funktionsprüfung der Sicherheitsschalteinrichtungen.

•Konformitätsprüfung der Gesamtanlage.

•Prüfung, ob ein Typenschild vorhanden, lesbar und richtig ist sowie den aktuellen Regeln der Technik, dem Zustand der Anlage und ggfls. den aktuellen gesetzlichen Anforderungen entspricht.

Diese Prüfungen müssen dokumentiert werden!

Die Dokumentationspflicht gilt uneingeschränkt für alle Anlagen, auch unter 3 kg Kältemittel-Füllmenge!

Grundsätzlich hat bei allen Anlagen eine gültige, vollständige Dokumentation verfügbar zu sein, die entsprechenden Typenschilder und sonstigen geforderten Bezeichungen an den Anlagen müssen sach- und fachgerecht ausgeführt sein. Das ergibt sich allein schon aus der Logik, dass man ja sonst nicht entscheiden kann ob die Anlage unter die verschärfte Dokumentationspflicht gehört oder nicht.

Für Verstöße gegen geltende Gesetze im Zusammenhang mit Dokumentation, Dichtheitsprüfungen oder der Ausführung von Arbeiten durch nicht entsprechend qualifiziertes Personal oder Firmen werden Bußgelder von bis zu € 50.000,-- verhängt. Bei Vorsatz können sogar Bußgelder bis zu € 250.000,-- verhängt und ein Strafverfahren gegen den Betrieber oder auch gegen die Personen und Firmen, welche unzulässige Handlungen ausführen oder beauftragen, angestrengt werden.

Anlagen die nicht, nicht richtig, nicht sichtbar oder nicht rechtzeitig dokumentiert werden, sind in jedem Fall mangelhaft. Allein diese Mangelhaftigkeit kann zu erheblichen Nachteilen sowohl für den Betreiber als auch für den Ersteller der Anlage führen.

Viele glauben es gibt eine Grenze von 3 kg Kältemittelfüllung, unter der diese Prüfungen nicht erforderlich sind oder das Personal (oft gewerksfremde wie z. B. Heizungsbauer oder Elektriker) mit einem so genannten "2,5 oder 3,0 Kilo Schein" (Lehrgang Kältetechnik Grundlagen) alle Arbeiten durchführen können bzw. dürfen. Das ist grundsätzlich eine falsche Annahme!

Der Unterschied ab 3 kg Füllmenge liegt allein in der Durchführungs- und Dokumentationspflicht von regelmäßigen Dichtheitsprüfungen und sonstigen Reparaturen (incl. Personal, Betrieb mit entsprechender Ausbildung und Zertifikat usw.). Reparaturen, wesentliche Änderungen oder gar ein Kältemittelwechsel ist uneingeschränkt bei allen Anlagen, auch unter 3,0 kg, zu dokumentieren.

Gemäß zahlreicher gesetzlicher Vorschriften sind Dichtheitsprüfungen unter Betriebsbedingungen nach einer erfolgten Druckfestigkeitsprüfungen durchzuführen. Die DIN EN 378 Teil 2 (Seite 40/41) beschreibt genauestens was hier zu tun ist. Weiter schreibt diese DIN EN 378-2 auch unter Punkt 6.3.2 vor, dass diese Prüfungen zu dokumentieren sind. In der Regel sind die Komponenten (Innen- und Aussengerät bei einer Klimaanlage-; oder Verdampfer / Verflüssigereinheit bei einer Kühlanlage) bereits geprüft. Die Rohrleitungen werden dann nebst den Sicherheitseinrichtungen vor Inbetriebnahme mit entsprechendem Prüfdruck (Anlagennenndruck PS mal 1.1) geprüft.

Zur Erklärung: Bei den aktuell verwendeten Klimaanlagen die R410A als Kältemittel enthalten gilt meist 41.5 bar * 1.1 = 45,65 bar. Diese Prüfung erfolgt üblicher Weise mit getrocknetem Stickstoff. Diese Prüfungen sind ausschliesslich von sachkundigen Personen durchzuführen, die über das entsprechende Werkzeug verfügen und bei sich haben und nicht irgendwo im Betrieb oder dem Kundendienstfahrzeug eines Kollegen, der auf einer anderen Baustelle ist!).

 

Entsprechendes Werkzeug sind neben den üblichen Werkzeugen wie Schraubendreher, Zangen usw. auch Spezialwerkzeug wie Löt-, Bördel-, Lecksuch-, -entsorgungsgeräte auch ein Prüfleck sowie Messgeräte für Temperatur, Strom, Spannung und (Kältemittel-)Druck. Die Annahme Personen, die eine Zertifizierung I-IV nach EU Verordnung 303/2008 besitzen, seien automatisch berechtigt diese (Druckfestigkeits-)Prüfungen durchzuführen, ist ein Irrglaube.

Personen die Arbeiten, Prüfungen oder Reparaturen an Anlagen durchführen, müssen eine Ausbildung besitzen, deren Inhalte in der DIN EN 13313 beschrieben sind. In Deutschland ist das der Kälteanlagenbauer bzw. heute der Mechatroniker für Kältetechnik.

Die von der Industrie als gängige Praxis ausgeführte Lieferung der Kälteanlagen an Nicht-Fachleute (wie Heizungsbauer und Elektriker etc.) führt sehr oft zu Mangelhaftigkeit der Anlagen. Planung, Auswahl , Montage und Standortwahl sind oft unzweckmäßig und nicht sachgerecht ausgeführt. Das führt neben der bereits genannten Mangelhaftigkeit oft zu schlechteren Leistungsziffern, Ausfall oder  einer kompletten Unbrauchbarkeit der Anlagen.

Industrieunternehmen behaupten auch, sie würden mit über x-hundert Technikern deutschlandweit oder europaweit den Fachhandwerker unterstützen.  Auch hier braucht man lediglich die Logik walten lassen und sich fragen: ... braucht ein Fachhandwerker, der sein Handwerk versteht, die Unterstützung eines weiteren Technikers??? ... wohl eher nicht!!!

Unsere Anlagen sind vollständig und seit über zehn Jahren nach den gültigen gesetzlichen Vorschriften ausgeführt, geprüft und dokumentiert.

Gerne stehen wir für Ihre Fragen zur Verfügung.

Wimar Wysluch

Nicht vergessen!


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